„Es war so wie immer, Katastrophen weltweit. Und in Lüneburg war Volksfest“ – sang Udo Jürgens (1934–2014) im Jahr 1991 und erwähnte damit die Stadt, mit der ihn mehr verband als nur eine Liedzeile. Der weltberühmte Sänger hatte familiäre Wurzeln im Landkreis Lüneburg: Sein Onkel Gert Bockelmann lebte auf Gut Barendorf, wohin Jürgens’ Familie 1944 vor der heranrückenden Ostfront floh. Dort erlebte Jürgens das Kriegsende – eine prägende Erfahrung, die er in seinem Roman Der Mann mit dem Fagott verarbeitete. Auch später kehrte er regelmäßig nach Barendorf zurück, besuchte seine Tante, gab Konzerte in Lüneburgs Nordlandhalle und feierte danach im legendären „Dixie“ bei Rolf Bergmann.
Eng verknüpft mit Jürgens’ Leben ist Hansi J. Hoffmann (1928–2015), gebürtiger Uelzener, der ab den 1990er-Jahren in Lüneburg lebte. Die beiden lernten sich bereits 1960 kennen, wurden enge Freunde – Hoffmann sogar Patenonkel von Jürgens’ Sohn. Als Promoter betreute Hoffmann internationale Größen wie die Beatles, die Rolling Stones, Michael Jackson oder Liza Minnelli. In Lüneburg wurde er später eine feste Größe im Kulturleben: als Juror, Autor, Berater und leidenschaftlicher Erzähler.
