Johannes Michael Wilhelm Grützke (1937–2017), geboren in Berlin, gilt als einer der markantesten Vertreter figurativer Malerei in Deutschland. Neben Malerei und Grafik war er als Bühnenbildner, Autor und Professor aktiv, arbeitete eng zusammen mit Größen wie Theaterregisseur Peter Zadek und dem Künstler Otto Kokoschka, war Mitgründer der „Schule der Neuen Prächtigkeit“ und lehrte später an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg.
Zwischen 1982 und 2003 zog es ihn regelmäßig nach Gifkendorf bei Lüneburg, wo er beim Merlin Verlag lebte und arbeitete. In der Region war er künstlerisch sichtbar – unter anderem mit einer viel beachteten Ausstellung 1984 im Museum Lüneburg, wo er mit 27 Ölgemälden den Kunstverein Lüneburg eröffnete. Auch in Uelzen wurden seine Werke gezeigt.
Grützke hinterließ ein Werk, das sich jeder Kategorisierung entzog – witzig, provokant und immer im Dialog mit der Zeit.
