ausstellungen im artrium



a k t u e l l



Michael Järnecke, Ingo Johannsen, Heiner Studt

Geschichtete Stadt

10. - 25. Februar 2018

 

Michael Järnecke, Ingo Johannsen und Heiner Studt verbinden Freundschaften und das gemeinsame künstlerische Interesse an der Stadt als ihrem Arbeitsraum. In ihren künstlerischen Arbeiten erkunden sie die Stadt als rätselhaftes, eigenständiges Wesen, als Ort des Übergangs, des Verschwindens, als Schatz verborgener Welten in permanenter Auflösung und Neubildung.

Dem Objekt ihrer künstlerischen Begierde nähern sie sich in Alleingängen als Straßenfotograf oder mit der Plattenkamera, in menschenleeren wie in belebten urbanen Räumen. Järnecke und Johannsen verstehen sich als Fotografen, Studt nutzt das Foto als Ausgangspunkt seiner sogenannten Fotografiken.

Durch die Vielfalt der Bildsprachen entsteht in der Zusammenschau einer gemeinsamen Ausstellung ein neues Ganzes. Harmonien und Dissonanzen werden ausgelotet. Außerdem verbindet die Künstler eine Vorliebe für Verfremdungen, Verschmelzungen und Abstraktionen. Sie machen keinen Hehl aus ihrem Misstrauen gegen das rein Plakative, ausschließlich Schöne oder das nur Interessante im Bild. Sie suchen Hintergründe, Abgründe oder die antreibenden Kräfte hinter den Kulissen.

Als Abbildende mit Skrupeln fragen sie: Wie fasse ich die Stadt in Bilder, ohne die un­zähligen Klischees zu bedienen noch sie zu ignorieren? Wie zeige ich, anscheinend zwanglos und unaufdringlich, im flüchtigen Abbild die Komplexität der Welt und ihrer Bewohner? Wie greife ich mit meinem Wissen um diese Schwierigkeiten schon im Moment des Auslösens ein? Alle drei Künstler suchen Stadtgesichter, Stadtgeschichten, Schichtungen der Stadt – sei es im Bereich der harten Dinge, der Bauten und Fahrzeuge, sei es bei den weichen Sachen, den Passanten und Bewohnern. Die Bilderwelten changieren in einem Wechselspiel zwischen grauem Alltag und bunter Phantasie. Ihre Eingriffsmodi sind dabei so unterschiedlich wie ihre künstlerischen Temperamente: mit dem Bick des Flaneurs und einem gefärbten Handbrennglas vor der Linse oder mit der Haltung des wissenschaftlichen Dokumentaristen, bei dem sich lichttopografische Aufzeichnungen städtischer Räume nach Fahrten bis zu einer Stunde auf einem Negativ verdichten, oder mit chirurgischer Behandlung des fotografischen Materials mittels Tape, Schere, Skalpell und Farbemulsion.

Was ist hier wirklich, was ist Fiktion und Phantasie und Projektionsfläche der eigenen Wünsche und Vorstellungen?

 

Eröffnung am Freitag, den 9. Februar um 19 Uhr.

 

www.jaernecke.de | www.veniceorange.de | www.heiner-studt.de

 


Vergangene Ausstellungen

2018

Marcus Sendlinger

Ute Meta Kühn

Uwe Lüders Kunststipendium


2017

Ruth Mundigo

Der BRAVO Starschnitt

Charly Krökel


Regine Tarara

Ulrike Walther

Uwe Lüders Kunststipendium

Japan


Rüdiger Tillmann

Sonja Jannichsen

Uwe Lüders Kunststipendium

Holger Dressler


Kristin Albrecht und Karoline Beeck

Karl-Ernst Gaertner

Barrie Short


Kerstin Diedenhofen & Christian Nowak

Cora Korte

Mikiko Satto Gallery


2016


Hans-Jürgen Odrowski

Karikaturen

Halbkreis


Anke Gruss

Uwe Lüders Kunststipendium

Igor Frank & SchülerInnen

Kerstin Voss


Monika Hahn

Mattheus Deichelbohrer

Anja Putensen // Kathrin Haas


Ulrike Stuhrmann

Palette

Volker Winter